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Weihnachten und Silvester

Die Entscheidung die Weihnachtszeit und sogar Weihnachten und Silvester in Portugal & Spanien zu verbringen kam schleichend. Als wir zu unserer große Van-Reise aufgebrochen sind, haben wir es uns noch offen gelassen, ob wir an Weihnachten zu unseren Familien zurückkehren oder nicht.


Im Laufe der Reise ist uns beiden klar geworden, dass Weihnachten im Süden und unter der Sonne Spaniens ein besonderes Erlebnis werden kann, auch wenn es natürlich kein traditionelles Weihnachten werden würde. Und nach dem Blick in den Wetterbericht gab es dann keine Diskussionen mehr. Weihnachten bei 20 Grad und Sonne pur ist dann doch einfach zu verlockend gewesen!


Eine Frage, die in unserer Van-Community zu einer heiß diskutierten Frage wurde, war die Frage, wie bei ca. 16-20 Grad überhaupt eine Weihnachtsstimmung aufkommen könnte. Also sind wir ab zu Ikea und haben und Weihnachtsmützen und einen Mini-Tannenbaum gekauft. Doch Deko alleine war nicht genug, also haben wir beschlossen einen kleinen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Insgesamt waren wir 5 Vans, die jeder etwas zu essen oder zu trinken vorbereitet haben und noch weitere 4 Vans, die im Laufe des Abends von unserem Event Winde bekommen haben und sich dazugesellt haben.





Ich kann euch nicht beschreiben, wie unvergesslich dieser Abend war. Ein eigener Weihnachtsmarkt, winterlich geschmückt und allerlei Leckereien. Insgesamt waren wir über 10 Tage in Sagres, Portugal, wo auch unser Weihnachtsmarkt stattgefunden hat.


Nach einigen Regentagen haben wir uns dazu entschieden einen Spa-Tag einzulegen und so haben wir uns kurzer Hand für einen Tag im Robinson-Club an der Algarve eingemietet und einen ganzen Tag All-Inclusive und Spa genossen. Die Nacht haben wir in unserem Van vor dem Hotel geschlafen, auch eine lustige Erfahrung.





Anschließend ging es für uns zwei wieder nach Spanien, diesmal in den Süden Spaniens. Leider ging es Tim nach dem All-Inclusive Day nicht ganz so gut, sodass ich mich alleine in den Bus nach Sevilla gesetzt habe. Sevilla ist meiner Meinung nach wirklich viel zu unterschätzt und sollte aufjedenfall auf jede Bucket-List. Alleine schon wegen der Architektur und des Flairs dieser Stadt. Der Tag alleine hat mir aufjedenfall auch mal gut getan, da wir sonst sehr häufig umgeben von anderen Van-Freunden waren und ich die Ruhe und das "für mich sein" sehr genießen konnte. Am nächsten Tag war Tim dann soweit fit, dass ich ihm die schönsten Ecken noch zeigen konnte.


Nach Sevilla ging es dann für uns nach Cadíz, wo wir einige Nächte verbracht haben, bevor es an unseren letzten Stopp dieser Van-Reise ging. In Cadíz hatten wir wieder einen Stellplatz direkt am Meer und konnten so den Sonnenuntergang aus dem Bett heraus beobachten.





Letzter Stop der Reise war El Palmar de Vejer, ein eher unscheinbares Örtchen im spanischen Andalusien, welches im Sommer wahrscheinlich ziemlich überlaufen ist. Im Winter hingegen ist es ein Paradis für Surfer und Sonnen-Liebhaber. Wir hatten die gesamten 2 Wochen in El Palmar über 18 Grad und Sonne und so entschieden wir uns in diesem Örtchen Weihnachten und Silvester zu feiern. Hier kam unsere Van-Crew wieder zusammen und wir hatten wieder Trubel um uns herum.



Wir waren fast jeden Tag in den Wellen und konnten hier nochmal die letzten Surf-Fortschritte machen. Ich hatte ein bisschen Zeit zum Bananenbrot backen und wir konnten die nächsten Steps unserer Reise planen (Flüge buchen, Unterkünfte suchen und endgültig die Ziele festlegen).


Achja und ein Bewerbungsgespräch hatte ich auch noch 2 Tage vor Weihnachten. Ich kann euch sagen, dass es super schwierig für mich war aus dem Sabbatical und dem Van heraus wieder in "Business-Stimmung" zu kommen und mich im Bewerbungsgespräch gut zu verkaufen. Aber hey, was soll ich sagen...1 Tag später kam dann direkt die Zusage. Ich kann mich also nicht so schlecht angestellt haben. Witzigerweise oder soll ich besser glücklicherweise sagen, kam die Polizei kurz nach dem Bewerbungsgespräch und hat uns von unserem Stellplatz weggeschickt. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie ich mich gestresst hätte, wäre das während des Video-Calls passiert ^^


Und einen Artikel habe ich auch noch veröffentlicht in der Zeit. Für das Coaching-Magazin durfte ich den Leitartikel für deren Newsletter schreiben --> https://www.coaching-magazin.de/fuehrung/coaching-haltung-in-der-fuehrung


Weihnachten haben wir zu 8 gefeiert und im spanischen Aldi sogar ein Raclette-Gerät für 30 € kaufen können, sodass wir ein bisschen heimatliche Weihnachtsstimmung aufkommen lassen konnten. Wir haben an jedem Weihnachtstag morgens in der Sonne gebruncht und abends mal Raclette gemacht, vegetarischen Braten mit selbstgemachtem Rotkohl und Kartoffeln und am letzten Weihnachtstag haben wir den Grill ausgepackt. Insgesamt waren es wie erhofft unvergessliche Weihnachtstage, die uns in Erinnerungen bleiben werden.





Zwischen den Weihnachtstagen und Silvester haben wir uns richtig schön erholen können und waren wie immer Surfen und haben abends Sonnenuntergänge angeschaut. Wir haben es auch noch geschafft einen kurzen Abstecher nach Tarifa zu machen und uns die Stadt anzuschauen und bis nach Afrika zu blicken. Marokko liegt nur 14 Kilometer Luftlinie entfernt von Tarifa.


Dann hieß es Silvesterplanung und ich kann euch sagen, dass es diesmal etwas einfacher war Silvester zu planen. Wir haben mit 16 Menschen ins neue Jahr gefeiert und es gab nochmal Raclette, dazu Käse-Fondue und einige Salate. Nach einem kleinen DJ-Set von Tim und Anna sind wir um Mitternacht an den Strand gegangen und haben auf 2023 angestoßen.



Für Tim und mich hieß es dann auch direkt Abschied nehmen im neuen Jahr. Wir hatten uns kurzer Hand entschieden am ersten Tag des Jahres noch nach Hause zu fahren, um noch ein bisschen mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Ca. 2700km lagen vor uns und wir haben 4 Tage gebraucht, um in Deutschland anzukommen. Nach 2 Tagen allerdings erhielten wir dann eine weniger erfreuliche Nachricht, dass in unserer Familie Corona ausgebrochen ist. Also ging unser Plan in die Hose mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.


Nach etlichen Ladungen Wäsche waschen, Van ausräumen und putzen, Freunde treffen und erneutes Kofferpacken hieß es dann Goodbye Deutschland again....






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